Glinde - Anschlussbahnhof Reichsautobahn Hamburg - Berlin

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Im Jahre 1938 erreichten die Vorarbeiten zum Reichsautobahnbau der Linie Hamburg – Berlin das Gebiet zwischen Glinde und Willinghusen. Für Materialtransporte wurde von der Obersten Bauleitung Hamburg Altona in Glinde am Spitzwald ein Anschlussbahnhof angelegt.

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Am 13. März 1938 wurden diese Aufnahmen gemacht. Auf dem oberen Foto wird sehr wahr- scheinlich der Bau der Rampe zur Brücke Glinde - Willinghusen, heute Willinghusener Weg, gezeigt.

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Die zweite Aufnahme wurde am selben Tag gemacht. Der Wald am Horizont ist der Glinder Spitzwald. Vor dem einzelnen weißen Haus links am Bildrand verläuft die Trasse der Südstor- marnschen Kreisbahn. Das was unterhalb des weißen Hauses wie ein Telegrafenmast aussieht ist eine Ramme, dort wird der Durchlass der Glinder Au hergestellt. Die Feldbahn verläuft auf der zukünftigen Trasse der RAB. Die Aufnahme wurde von Willinghusener Seite, vermutlich von der Rampe der in Bau befindlichen Willinghusener Weg Brücke in östliche Richtung gemacht.

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Im Vordergrund befinden sich Feldbahngleise, direkt dahinter die Ramme aus dem Bild davor, an der Glinder Au. Im Hintergrund sind die Rampen bei der Willinghusener Weg Brücke zu sehen.

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Das bereits bekannte weiße Haus von einem Foto weiter oben mit der davor verlaufenden Trasse der Südstormarnschen Kreisbahn. Im Hintergrund wieder der Glinder Spitzwald.

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Der Spatziergang neigt sich dem Ende, entlang den Gleisen geht es wieder nach Hause. Hinter der Baumgruppe ist das Bahnhofsgebäude von Willinghusen/Stemwarde zu erkennen, daneben die Lokwerkstatt und rechts davon die Wohnhäuser der Angestellten.

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Dieses Bild zeigt die im Bau befindliche Willinghusener Weg Brücke die später Willinghusen mit Glinde verbinden soll. Es wurde am 2. Oktober 1938 aufgenommen.

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Hier ist die in Bau befindliche Kreisbahnbrücke zu sehen. Zwischen dem linken Brückenkopf und dem Mittelpfeiler wieder das schon bekannte weiße Haus.

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Die Katzenbergbrücke stellte die Verbindung zwischen Willinghusen und Oststeinbek her. Hier war dieses wundervollle Schiffsrelief in den Mittelpfeiler eingearbeitet worden und symbolisierte die unweit liegende Hafenstadt Hamburg. Diese Aufnahme wurde zu Pfingsten 1939 gemacht.

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Die fertige Willinghusener Weg Brücke zum selben Zeitpunkt wie das Bild davor. Die Fahrbahn ist eingeebnet, der Betonasphalt kann kommen.

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Von obiger Brücke diese Aufnahme in östliche Richtung. Hier sollte die Anschlussstelle Glinde entstehen, dazu kam es jedoch nie. Im Hintergrund ist die fertige Kreisbahnbrücke zu sehen.

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Die Gegenrichtung zu obigen Bild von der Kreisbahnbrücke aufgenommen. Die aus Hamburg kommende Fahrbahn ist hergestellt. Im Hintergrund die Willinghusener Weg Brücke. Vorne die vom Anschlussbahnhof kommende Feldbahn auf einem kleinen Damm. Die Arbeiten waren hier kriegsbedingt eingestellt. Dieses Bild der nicht fertigen Autobahn sollte so viele Jahre andauern.

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Eine Aufnahme der stillgelegten Kreisbahnbrücke aus dem Jahr 1967. Die provisorische Zufahrt diente Kieslastern, die ihre Fracht nach Billstedt brachten.

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Das Streckenende im März 1967. Das Gebäude links gehört zur Firma Fortmann. Der Eigentümer hat sich sehr für den Erhalt der Strecke eingesetzt, konnte die Stilllegung aber leider auch nicht verhindern. Bei der Weiche handelt es sich um die Nr. 1 aus dem Gleisplan, sie überdauerte 30 Jahre an diesem Ort.

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Weitere interessante Fotos zu der Autobahn finden Sie unter folgendem Link

www.autobahn-online.de

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Einen Bericht über die Nutzung des Tunnels im Kreuz Ost unter dem Decknamen Kolibri (Colibri) ist unter folgendem Link zu finden

www.geschichtsspuren.de

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