Der Busbetrieb

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Am 15. Mai 1928 wurden bei der Südstormarnschen Kreisbahn erstmalig Linienbusse eingesetzt. Zuvor hatten sich bereits mehrere private nicht konzessionierte Unternehmen gegründet. So betrieb die Fa. Auto-Peters aus Bad Oldesloe eine Buslinie Hamburg - Trittau - Mölln. Den erhöhten Fahrpreis von 2.25 Mark akzeptierten die Fahrgäste, da die Busse öfter und zentraler hielten als die Kreisbahn. Dem Kreistag war dies ein Dorn im Auge, wanderten doch immer mehr Fahrgäste zum Bus ab und die Ergebnisse der Kreisbahn liefen weiter in rote Zahlen. So wurden die 'Wilden' vom Landrat Knutzen per Gerichtsbeschluss verboten und sogar mit Polizeigewalt unterbunden.

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Die ersten drei Henschel Omnibusse bei der feierlichen Übergabe 1928

Anfänglich gab es drei Linien:

Linie 1: Trittau - Lütjensee - Großensee - Papendorf - Braak - Stapelfeld - Rahlstedt - Wandsbek Linie 2: Neuschönningstedt Haidkrug - Glinde - Oststeinbek - Billstedt                                Linie 3: Havighorst - Boberg - Billstedt

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Der Wagenpark bestand aus 5 Henschel Omnibussen mit Vergasermotor und Rechtslenkung. Links neben dem Fahrer war der Tank, das Lenkrad mit enormer Größe besaß noch keine Lenkunterstützung und unter dem Fahrersitz befanden sich die Batterien.

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Auf dem Kühlerverschluss vorne vor dem Motor war ein Thermometer angebracht. Wechselte es von grün auf rot war das Kühlwasser zu heiß und der Fahrer mußte die Lederschürze vor dem Kühler etwas beiseite schieben, damit das Kühlwasser besser durch den Fahrtwind gekühlt wurde.

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Die Heizung, soweit man davon sprechen kann, brauchte sehr lange um das Wageninnere aufzuwärmen. So wurden die Auspuffrohre im Winter durch den Fahrgastraum verlegt, im Sommer unterhalb des Wagenbodens. Die Anhänger hatten schon eine Webasto Heizung. Wer aussteigen wollte zog an der ledernen Schnur an der Wagendecke.

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Die Strassen waren noch nicht in einem gut befahrbaren Zustand. Hier sehen wir den Wagen Nr. 2 auf dem Weg nach Großhansdorf

Ab 1929 wurde die Linie 4: Trittau - Grande - Friedrichruh eingeführt. Mit dieser Linie kam auch der Bus Nr. 9 zu den Verkehrsbetrieben des Kreises Stormarn (VKSt). Im Jahr 1933 kam der Wagen Nr. 10, ein kleiner NAG dazu, leider brannte dieser beim Betankungsvorgang kurze Zeit später ab. 1934 folgten die Büssing NAG Diesel mit der Nummer 11 - 13. Ebenfalls kam 1934 der erste und einzige Henschel Holzgasbus mit der Nr. 14 hinzu.

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Bus Nr. 2 in Trittau

1934 wurden die bisher in Billstedt und Wandsbek endenden Linien zum Hamburger Hauptbahnhof (Hachmannplatz) verlängert. Dadurch vergrößerte sich der Wagenpark auf 14 Fahrzeuge. Die Linie 5: Großhansdorf - Hoisdorf - Lütjensee - Trittau und die Alstertallinie 6: Wellingsbüttel - Poppenbüttel - Lemsahl - Sasel - Bergstedt - Hoisbüttel wurden eröffnet.

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Trittau galt zu dieser Zeit als Hauptbetrieb, von dort aus wurden die einzelnen Linien bedient. In Billstedt gab es eine kleine Werkstatt mit 3 Plätzen. Getankt wurde dort am Bahnhof Billstedt, wo sich auch nach wie vor die Hauptverwaltung der VKSt befand. In der Lokwerkstatt in Willinghusen-Stemwarde wurden die Hauptuntersuchungen durchgeführt. Im Jahr 1938 wurde in Ahrensburg ein Stützpunkt hergerichtet. Von dort wurde die Linie nach Siek bedient.

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Streckenplan aus dem Jahr 1952

Finanziell ging es bergauf, stiegen die Fahrgastzahlen von 300.000 im Jahr 1931 doch auf 414.000 im Jahr 1935. Da war die Schließung der Linie nach Friedrichsruh mangels Fahrgastnachfrage nebensächlich, stiegen die Anzahl der Omnibusse doch auf 18 Stück.

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Ein ehemaliges Busgespann der Verkehrsbetriebe des Kreises Stormarn jetzt im Einsatz für das Kurbelwellenwerk Hamburg (KuHa) um Arbeiter ins Werk zu transportieren.

Nach Ausbruch des zweiten Weltkrieges mussten die Wagen mit der geraden Nummer an die Wehrmacht abgegeben werden. Es kam aber aus anderen Bereichen Wagen zur VKSt zurück. Verdunkelung war angesagt, so wurden die Scheinwerfer mit Masken versehen und die Fenster erhielten Vorhänge. Erstmalig wurden auch Schaffnerinnen für die in den Kriegsdiesnst eingezogenen Schaffner eingesetzt. Es wurde auch nicht mehr zum Hamburger Hauptbahnhof gefahren, die Linien endeten in Rahlstedt, Wandsbek und Billstedt.

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Wagen 33 an der Betriebsstelle Billstedt bevor er bei einem Brand völlig zerstört wurde

In Billstedt standen zu dieser Zeit die Wagen 33 - 36 in der Werkstatt. Sie waren kriegsbedingt auf Stadtgas umgestellt worden und hatte unter der Karosse zwei Gasflaschen. Die Wagen 33 und 34 verbrannten nachdem jemand eine solche Gasflasche hat runterfallen lassen. Um weiteren Schaden zu vermeiden wurden sie brennend einfach den Hang heruter geschoben. Im Sommer 1943 beteiligten sich einige Busse an der Evakuierung der Luftkriegsopfer der schweren Angriffe vom Juli auf Hamburg.

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Nach dem Krieg normalisierte sich die Lage zwar aber die Busse wirkten nicht wirklich vertrauenserweckend. Notdürftig waren fehlende Scheiben durch Sperrholz ersetzt, Einschusslöcher und Rostflecken ließen den Lack blühen und Reifen und Bremsen..... Die Busse erhielten nun auch die neuen Kennzeichen, BH und BS für Britische Zone Hamburg bzw. Schleswig-Holstein. Im Jahr 1946 verließen dann die britischen Truppen die Werkstatt in Trittau.

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Ab 1948 wurde dann wieder durchgehend zum Hamburger Hauptbahnhof gefahren und 1949 wurde der erste Daimler-Benz O 5000 mit Nummer 37 in den Betrieb aufgenommen, gefolgt von der Nr. 38, ein Magirus-Deutz Haubenbus.

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Im Jahr 1950 ging der erste Frontlenker, ein Krauss-Maffei mit Heckmotor in den Betrieb, seine Nummer 39. Es waren nun 22 Busse und 9 Anhänger im Betrieb. Bis 1952 folgten noch 5 weitere Krauss-Maffei Wagen mit den Nummern 40 - 44, die den eingestellten Betrieb der Südstormarnschen Kreisbahn übernehmen sollten. Als letzter Bus wurde bei der VKSt noch ein Setra S8 angeschafft, der aber bereits die um 200 erhöhte BGE Nummer erhielt.

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Die Abstellanlage Billstedt wurde 1953 geschlossen aber die Werkstatt bestand nach Aufgabe der Werkstatt in Willinghusen-Stemwarde noch etwas länger. Viele Busse wurden in dieser Zeit in der 'Muni', einem Munitionsdepot in den Oher Tannen abgestellt. Täglich verkehrte ein Bus von Billstedt in die Oher Tannen um das Personal zu befördern. Nach Übernahme der VKSt durch die VHH wurde in Glinde im Gleisdreieck die neue Dienststelle eingerichtet.

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Bis zum 31. August 1953 blieben die Verkehrsbetriebe des Kreises Stormarn eigenständig. Am 1. September 1953 übernimmt die Bergedorf-Geesthachter-Eisenbahn AG die VKSt. Am 7. April 1954 fusionierten beide Unternehmen zu den Verkehrsbetrieben Hamburg Holstein AG.

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Busse der Verkehrsbetriebe des Kreises Stormarn und der Bergedorf-Geesthachter Eisenbahn am ZOB im Hamburg.

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